Wenn ich Dich fühle…. (Hommage an eine Familienaufstellung!)

Wenn ich Dich fühle…. (Hommage an eine Familienaufstellung!)

sehen.... fühlen...

Ich sehe Dich – fahrig wirkst Du und unruhig. Unstet huscht Dein Blick von hier nach dort, saugt sich fest, lässt erschrocken los, sucht ein neues Ziel. Du versuchst, Dich zu zügeln. Mit Mechanismen, die Du Dir in all den Jahren mühsam angeeignet hast. Die das Übermaß an Eindrücken verringern sollen. Mechanismen, die Dir helfen sollen, Dich ein wenig sicher zu fühlen. Nicht ständig anzuecken und aufzufallen, in Deinem „Anders-sein“. Es gelingt Dir – mal mehr, mal weniger.

Ich sehe Dich – und erkenne mich in Dir. Ich erinnere, wie es war. Wie „Zuviel“ alles war.

Dann gibst Du mir die Gelegenheit, „in Dich“ zu reisen. Dich nicht nur zu sehen, sondern zu spüren. Die Rolle zu wechseln. In Deinen Schuhen zu stehen.

Ich fühle Dich – ich fühle Deine Dir ganz eigene innere Bewegung, die sich von meiner unterscheidet. Ich denke Deine Gedanken, die mir deutlich machen, wo Du stehst. Ich sehe die Welt durch Deine Augen. Ich stehe in Deinen Schuhen.

Nun fühl ich Dich noch tiefer. Fühle Deinen inneren Schmerz und Deine Zerrissenheit. Erlebnisse drängen sich bildhaft in mein Bewusstsein. Ich fühle, wie es dazu kam. Fühle, auf welche Weise Du das Unverständnis Deiner Umwelt wahrnahmst. Höre Worte, die gesagt wurden. Höre, was Du verstanden hast und was es in Dir ausgelöst hat. Sage Worte, die nicht meine eigenen sind, Worte, die versuchen sollen, Deine Gefühle zu erklären. Worte, die Deinem Inneren entspringen. Worte, die niemals verletzen wollten und viel zu oft völlig falsch verstanden wurden. Worte, die Dein tiefes Unverständnis ausdrücken. Die einen Übersetzer bräuchten, damit Frieden sein könnte. Frieden zwischen Dir und anderen. Ich fühle Deine Unsicherheit. Dein Unwohlfühlen in dieser Welt. Das Zuviel – sein und fühlen! Ich fühle Deinen Schmerz, den Du verdrängtest, immer und immer wieder. Ich sehe die Mechanismen, die Dich schützen sollten und doch nur eine Mauer um Dich herum bauen. Ich fühle Deine Angst, die Mauer einzureißen. Die Angst, dass all die Gefühle Dich überschwemmen und Du niemals mehr auf die Füße kommen könntest… Ich fühle all das und noch mehr.

Vieles erinnert mich an meinen Weg. Ähnelt meinen Erfahrungen und ist doch ganz und gar anders. Denn es ist Deines! Dein Weg. Deine Erfahrungen. Deine Schmerzen. Deine Erlebnisse. Deine Möglichkeiten. Deine Interpretationen. Dein Verstand. Dein Umgang. Deines!

 

Deine Gefühle sind nicht meine Gefühle. Und meine Gefühle sind nicht Deine.

Wir können einander nicht „verstehen“.

Doch wir können uns gestatten, einander zu fühlen. In die Rolle des anderen zu schlüpfen. In völliger Offenheit uns all dem aussetzen, was den anderen ausmacht. Unseren Verstand, der verstehen möchte, hinten anstellen – und fühlen.

Das sind die Schritte im Mokassin des anderen. Nur so ist es möglich, uns wirklich zu verstehen. Alles andere ist reine Illusion. Falsch verstandene Gutheit. Falsche Empathie, die doch immer nur durch die eigene Brille interpretiert wird.

Wenn wir einander fühlen – wirklich fühlen! -, können wir langsam beginnen, einander zu verstehen. Wir können unsere Gleichheit wahrnehmen und ebenso unsere Unterschiedlichkeit. Wertfrei. Urteilslos. Wahr-nehmen.

Wenn wir einander fühlen – wirklich fühlen! -, öffnen wir unseren Horizont. Wir erwachsen unserer kleinen Box aus Vorstellungen und Mustern, die lediglich unsere eigenen sind und dem anderen niemals gerecht werden.

Wenn wir einander fühlen, können wir wirklich empathisch sein. Wir beginnen, einander näher zu kommen.

Und selbst, wenn wir einander schon einige Male gefühlt haben, können wir nicht wirklich wissen, was im anderen vorgeht… doch es wird immer leichter, sich in den anderen einzuschwingen und mitzufühlen.

Es ist schön, in den Mokassin eines anderen zu gehen! Ich bin dankbar für jede Erfahrung dieser Art. Sie bereichert meine Gefühlspalette ebenso wie es meinen Blickwinkel erweitert.

 

Herzliche Grüße, feel good

 

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