Vermeintliche innere Stärke

Vermeintliche innere Stärke


Wenn Kinder mit Erwachsenen konfrontiert sind, die sich ihrer Verantwortung für die Beziehungsqualität entziehen, dann füllen sie das entstandene Vakuum aus und übernehmen scheinbar die Macht. – Jesper Juul –

… und daraus erwachsen Menschen, die äußerst stark wirken, sich innerlich jedoch schwach fühlen. Durch die vermeintliche Macht kann sich das Kind nicht auf natürliche, angemessene Weise entwickeln. Es wächst nicht in seine tatsächliche Größe und Stärke hinein. Es macht keine Erfahrungen, die es selbstbewusst werden lässt. Innerlich ist es stets überfordert und bemüht, alles unter Kontrolle zu halten.

Welch eine Anstrengung. Die sich andauernd fortsetzt.


 

FeelGood-Moment in einem Coaching

Wenn meine Klientin kapituliert. Ihre vermeintliche Macht und Stärke erkennt und aufgibt. Das gesamte Konstrukt in sich zusammenfallen lässt.

„Alle glauben, ich sei so stark. Ich habe alles unter Kontrolle, bei mir läuft scheinbar alles einfach reibungslos…. dabei ist es nicht so. Es ist unglaublich anstrengend, alles am Laufen zu halten. Und manchmal fühle ich mich innerlich so schwach und so klein…“

 

Ich weiß, wie viele Menschen sich in solchen Aussagen wiederfinden!

Weil sie ebensolche Erlebnisse als Kinder hatten. Sie haben (emotionale) Defizite ausgeglichen und Verantwortung übernommen, die viel zu groß für sie war. Sie haben ihre Kräfte ständig mobilisiert und erweitert, um alles zu kontrollieren. Sie haben Mechanismen entwickelt und fortwährend verbessert, um alles am Laufen zu halten.

Als Erwachsene ziehen sie Menschen an, die ihre Muster wieder und wieder aktivieren. So entsteht schon in Kinderzeiten ein Kreislauf, der sich bedingt und schließen muss.

Auf einer Seite brauchen diese Menschen das, um sich gut zu fühlen. Es ist ihr innerer Motivator und bringt ihnen einen emotionalen Gewinn.

Auf der anderen Seite fühlen sie sich überfordert und sehnen sich danach, endlich einmal nichts tun zu müssen. Oder jemanden zu haben, der sie unterstützt. Aufgrund des großen Gewinns fällt es ihnen jedoch extrem schwer, anzunehmen. Sie haben nicht gelernt, dass Hilfe auf ebenbürtiger Weise geschehen kann. Sie kennen das Gefühl des Ausgleichs nicht.

Diese Menschen sprechen gern davon, dass alles „ein Geben und Nehmen“ sei; gleichzeitig fällt ihnen (An-)Nehmen – auch wenn sie sich genau danach sehnen und verzehren – extrem schwer. Vielmals sind sie blind für das, was ihnen angeboten wird. Ihr Blick ist auf das gerichtet, was ihnen (vermeintlich) fehlt, und übersieht dabei alles, was für sie da sein könnte.

Es bleibt: ein äußerlich starker Mensch mit einer inneren Leere und einer tiefen Sehnsucht nach Er-füllung.

 

Im Coaching wandeln wir solche Erfahrungen um. Wir lösen die dahinterliegenden Muster und Konditionierungen auf. Natürlich bleiben Stärken bestehen – sie werden sogar wesentlich kraftvoller, da sie nun ihr wahres Potential entfalten können, statt sich stetig in einem alten Muster zu entladen.

In einem solchen Prozess findet tatsächlich eine Kapitulation statt. Für einen Moment ist dieses Gefühl beängstigend. Leere macht sich breit und ist körperlich und geistig wahrzunehmen.

Dann übernimmt der wahre Kern das Ruder. Energie, die vorher stagnierte oder verpuffte, kommt ins fließen. Eine tiefe Ruhe und Gelassenheit breitet sich aus.

Endlich spürt der Klient seine eigene wahre innere Stärke, die ihm fortan zur Verfügung steht. Er kann sich aus den alten Mustern lösen und muss diese endlich nicht mehr erfüllen!

 

 

Herzliche Grüße, feel good

 

P.S.: Willst Du mehr Tipps oder Unterstützung von mir?

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Ich freue mich auf Dich!

 

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