komm aus deinem elfenbeinturm

komm aus deinem elfenbeinturm

Elfenbeinturm„energie folgt der aufmerksamkeit“
ist ein zweischneidiges schwert,
das durch unsere haltung und wertung
extrem zerstörerisch wirkt!

indem wir dingen keine aufmerksamkeit geben,
errichten wir schöne elfenbeintürme,
lullen uns ein in unseren wolkenkuckucksheimen
und glauben, alles sei soooo schön
während sich gleichzeitig eine
„schöne neue welt“ stetig selbst gestaltet!

schon lange entsteht sie – durch unsere schatten!
ängste und hilflosigkeit werden nicht angeschaut,
ohnmacht wird unter den teppich gekehrt,
groll und wut bekommen keinen raum,
schuld wird im außen gesucht,
widerstand ist in einer bestimmten szene nicht gewünscht,
weil wir doch all dem „keine aufmerksamkeit geben wollen“.

einfach nur zu sagen,
„ich schau da nicht hin“,
ist falsch verstandene naiv-esoterik
und bringt die waage nicht
ins gleichgewicht!

ungelöste aspekte
die keine aufmerksamkeit bekommen
schwelen und modern
am fundament deiner heilen welt
bis sie zusammenbricht
und dich konfrontiert
mit dem, was du nicht sehen wolltest!

also komm lieber gleich raus
aus deinem elfenbeinturm;
stell dich all deinen gefühle und gedanken,
die dich überrollen, wenn du hinaus trittst und dich umschaust!
sieh hin, fühle, was in dir ist,
stell dich deinen schatten!
nur so findest du
deine innere stärke und stabilität!

setze dich mit deiner angst auseinander
stell dich mitten hinein
lass alles da sein
– das ist unser job
in dieser zeit!

stell dich deiner wut und deinem groll
auf die gesellschaft, auf die politik, auf andere,
statt einfach weg zu sehen!
schau, was in dir ist,
was du versteckst,
was du selbst nicht sehen möchtest,
und nach außen projizierst
im kleinen wie im großen
innen wie außen!

nur so ist veränderung möglich
von innen nach außen!

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www.feelgood-coaching.de
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wut und groll raum geben bedeutet für mich nicht, andere zu beschuldigen, sondern zu spüren, dass auch ich – obwohl ich diesen weg gehe – solche gefühle in mir trage. es geht nicht darum, schuldige zu suchen, sondern in mir zu fühlen, was ist.

ich habe selbst einige zeit völlig auf „negative“ botschaften verzichtet, nicht fern gesehen, keine zeitung gelesen – das ist „in“ in mancher szene. nur dem positiven und schönen aufmerksamkeit geben…

es funktionierte tatsächlich auch – zumindest für eine weile. es fühlte sich schön an im elfenbeinturm – bis mein wolkenkuckucksheim brutal niedergerissen wurde und die wucht der ereignisse mich tief erschütterten und völlig aus der bahn warfen

seither nutze ich das „außen“ lieber als chance und indikator – was „triggert“ mich an? was berührt mich, nimmt mir die luft, löst „fluchtgedanken“ in mir aus? ich konfrontiere mich mit dem, was ist, statt naiv „meinen fokus auf das schöne zu richten“.

manchmal stehe ich dann tagelang sprachlos beobachtend in situationen, sammle eindrücke, lasse wirken, schaue aus verschiedenen blickwinkeln.

die wenigsten von uns sind mit ihren themen „durch“ – „erleuchtet“, auch wenn manche sich dafür halten; es zeigt sich – wie außen, so innen. für mich gehört mehr mut dazu, mich meinen gefühlen zu stellen, als wegzuschauen und licht und liebe zu predigen!